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Wecker gegen DTB
23-03-2001
Der 31-jährige Berliner hatte sich in Sydney drei Tage vor dem ersten Wettkampf die schwerste Verletzung seiner Karriere zugezogen, die fünf Tage später in einer Klinik vor Ort als Bizepssehnenabriss in der rechten Schulter diagnostiziert wurde. Eine Verletzung, die laut Wecker eine sofortige operative Behandlung erfordert und jegliches Weiterturnen verboten hätte. Teamarzt Dr. Hans-Peter Boschert aber habe ihn weder eingehend untersucht, als er diesen einen Tag nach dem Auftreten der stechenden Schmerzen informierte, noch ein Startverbort erteilt. Auch als der Befund vorlag, habe der Freiburger Mediziner lediglich von einer «alten Geschichte» gesprochen.
Die mäßige Leistung im Teamwettkampf sei eine logische Folge gewesen. Das Image und die Sündenbock-Rolle, die ihm anschließend von einigen Verbandsvertretern und als Folge davon auch von den Medien angehängt worden sei, sei er nicht mehr bereit hinzunehmen. Die Fakten würden jedoch «wider besseres Wissen» von einigen Verbandsleuten «ignoriert oder verschwiegen». Das tue weh, denn schließlich habe er jahrelang für den DTB die Knochen hingehalten.
Der DTB wies die heftigen Vorwürfe in einer siebenzeiligen Stellungnahme. Es gebe von Seiten des Verbandes derzeit keine Zweifel an den fachlichen Entscheidungen der beteiligten Ärzte während der Olympischen Spiele in Sydney, hieß es in der Erklärung. Die medizinische Betreuung der Nationalmannschaft durch Verbandsarzt Dr. Boschert genieße «weiterhin das volle Vertrauen des Verbandes». Dies gelte auch für die verantwortlichen Trainer.
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