KTV Stuttgart setzt sich gegen Chemnitz durch

29-04-2001


Stuttgart in der Turner-Bundesliga neue Meisterschafts-Ambitionen geltend gemacht. Die Riege um den ehemaligen Seitpferd-Weltmeister Waleri Belenki gewann mit 212,50:180,90 Punkten gegen die ersatzgeschwächtem Chemnitzer und fuhren damit den zweiten Sieg nach dem 207,50:189,15 gegen TK Hannover ein. Die Überraschung in der Meisterschaftsrunde glückte Ex-Meister TK Hannover mit dem knappen 206,90:206,65 gegen Titelverteidiger SC Cottbus.

Der Sieg stand nie in Frage, weil Mehrkampf-Europameister Alexander Beresch (Ukraine) 54,85 im Sechskampf vorlegte und der KTV Chemnitz ohne seinen Star Sven Kwiatkowski (Grippe) angereist war; am Seitpferd und am Barren konnten die Gäste nur jeweils drei Turner aufbieten. Mit dem Sieg verabschiedete die Belenki-Riege ihren langjährigen Trainer Franz Heinlein, der am 12. April seinen 65. Geburtstag gefeiert hatte. Die Mannschaft schenkte dem Jung-Rentner etwas zur Wanderausrüstung.

Spannung pur erlebten die Fans des TK Hannover, weil ihre Riege erst mit der letzten Reck-Kür das 206,90:206,65 gegen dem Meister schaffte: Der Rumäne Dorin Petcu erkämpfte 9,15, während der ukrainische Silbermedaillengewinner Alexander Swetlichny (Ukraine) mit nur 9,00 weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Sportlicher Höhepunkt war Petcus Seitpferd-Kür (9,65). In der Platzierungsrunde überraschte Ex-Meister SC Berlin mit dem 200,30:196,70 bei der TG Saar und dem zweiten Sieg für die Junioren- Riege, obwohl die Saarländer von 800 Fans - zahlten acht und zwölf Mark Eintritt - angefeuert wurden. Pech für die Mannen um den 96er Mannschafts-Olympiasieger Sergej Scharkow, dass am Seitpferd drei Absteiger zu beklagen waren.




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