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Nichts zu holen beim Titelaspiranten
29-09-2001
Kunstturn-Oberliga: 2. Wettkampftag - erste Niederlage für Leopoldshöhe
Mit 117,30 zu 93,60 Punkten gab es am Samstag beim Wettkampf gegen das Team der KTS Mettingen eine tüchtige Klatsche für die Oberliga-Turner des TuS Leopoldshöhe. „Wenn wir schon verlieren, muss das auch jeder wissen!“, richtete Trainer Bernd Vornholt-Niehaus das Team nach der deutlichen Niederlage moralisch wieder auf.
Der Klassenunterschied zeichnete sich bereits am ersten Gerät, dem Boden, ab. Dank der überragenden Leistung des lettischen Nationalturners Andrej Poprovka in Reihen der Mettinger, turnten die Gastgeber einen komfortablen 5-Punkte-Vorsprung heraus. Selbst die grundsoliden Leistungen von Stefan Lütkehölter und Veit Wittenberg (je 5,60 Punkte) reichten nicht aus, um den Schaden zu begrenzen.
Nur um einen Punkt verpasste der TuS Leopoldshöhe die Traumnote 10 am Pauschenpferd. Doch leider reichte auch diese Wertung nicht aus, da es sich um das Mannschaftsergebnis handelte. Um eine Krisensitzung zu vermeiden, werden hier keine Namen genannt. Auch nicht der von Stephan Hetzer! Festzuhalten bleibt jedoch, dass keiner der Turner über 3,8 Zähler kam, und die Leos die Gerätewertung klar mit 11,00 : 17,20 Punkten an den Gastgeber abgaben. So baute die KTS ihren Vorsprung nach dem zweiten Gerät auf 11 Punkte aus.
„Mist, die klappt nur einmal in der Woche“, sagte Veit Wittenberg, als er schon beim Einturnen die Riesenfelge an den Ringen schaffte. So stolperte er im Wettkampf bei dem Versuch, in die Fußstapfen des abwesenden Sven Sörensen zu treten. Wesentlich besser machte es da Andrej Wiebe. Das Leopoldshöher Nachwuchstalent ist bereits zu einer unverzichtbaren Größe der Mannschaft geworden und konnte an allen Geräten überzeugen.
Nicht ganz so deutlich über den Tisch gezogen wurden die Lipper mit einem Ergebnis von 22,20 : 23,80 Punkten am Pferdsprung. Erstmals hatten die Leos das Vergnügen, an einem sogenannten Sprungtisch ihr Können unter Beweis zu stellen. An diesem trojanischen Pferd der Neuzeit übertrafen sie allesamt die 7-Punkte-Grenze, wobei Jens Sieveke mit 7,8 Punkte die Tageshöchstnote einheimste.
Auch die Barrenwertung (15,30 : 18,40 Punkte) erfreute die zahlreichen mitgereisten Fans. Teamchef Willi Nagel hätte sicher Purzelbäume geschlagen, wenn er gewusst hätte, dass sich die Mannschaft um fast einen Punkt gegenüber dem ersten Saisonwettkampf steigern konnte. Ursache dafür war allerdings nicht der als Abgang geplante Salto rückwärts ohne Loslassen von Veit Wittenberg.
Mit dieser guten Stimmung gingen die Turner von der Höh’ zum letzten Gerät, dem Reck. Auch hier bestätigte sich die gute Form, allerdings auch die bessere der Gastgeber. Am Ende der zwei Stunden gratulierten die Turner aus Lippe gerne der als Aufstiegsaspiranten zur Regionalliga in den Wettkampf gegangenen Mettinger. Verdient und deutlich fiel der Wettkampf zu Gunsten der Münsterländer aus. Die Leos werden die Zeit bis zum nächsten Wettkampf am 27. Oktober in eigener Halle nutzen, um ihre Form zu verbessern, und gegen das Team des Raspo Coesfeld erfolgreich zu bestehen.
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