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TuS Leopoldshöhe mit vier Zugängen
04-09-2002
Leopoldshöhe (ok). Einfacher und prägnanter soll es sein: Eine Deutsche Turn-Liga (DTL) lässt sich besser vermarkten, als eine Deutsche Kunstturnliga der Männer, kurz dKLm. Eine Namensänderung mit großer Wirkung. Ganz wie der große König Fußball und seine DFL, kümmert sich nun die Deutsche Turn-Liga um den Wettkampfbetrieb der 1. und 2. Bundesliga. Und mittendrin im Geschäft weiterhin der TuS Leopoldshöhe. Dabei war es zuletzt ruhiger geworden um den lippischen Zweitligisten. „Wir haben im Stillen gewirkt“, betont Teamchef Friedrich-Wilhelm Nagel. Im Hintergrund wurde hart an der Zusammensetzung der Riege für die am 5. Oktober beginnende Saison gearbeitet. Kaum war der Rückzug des SC Potsdam aus der 2. Liga bekannt, führte der „Turnvater“ persönlich ein Gespräch mit dem Ex-Leopoldshöher und Potsdamer Mannschaftsführer, René Kramer. Mit Erfolg.
Nachdem schon lange der Wechsel von Eriks Revellins perfekt war, werden nun auch die Brandenburger Ronald Mahnke und Ronny Jatzeck für die Leos an die Geräte gehen. Vierter Neuzugang ist außerdem Christian Hackel vom SC Jena. „Durch Zufall haben wir eine gute Truppe. Durch freundschaftliche, gute Beziehungen haben wir uns in Potsdam zum ersten Ansprechpartner gemacht“, erklärte Friedrich-Wilhelm Nagel. Die Hoffnungen auf der Höh‘ ruhen besonders auf den 22-jährigen Revellins.
Der lettische Nationalmannschaftsturner soll seinen Landsmann Jewgeny Sapronenko ersetzen, den es zum FC Bayern München in die Süd-Staffel der zweiten Liga zog. Revellins Vorteil: Er ist ein ausgeglichener Sechs-Geräte-Turner und belegte bei der vergangenen Europameisterschaft Rang fünf im Mehrkampf. „Er besaß schon länger ein Zweit-Startrecht für uns“, freut sich Nagel.
Berufliche Gründe waren hingegen ausschlaggebend dafür, dass Emanuel Schultz kürzer treten und Frank Pollmeier zum TV Isselhorst in die Regionalliga zurückkehren wird. Die Leopoldshöhe bleiben dennoch auf dem Teppich. An eine Rückkehr denkt (noch) niemand. Nagel: „Der Aufstieg ist kein Muss.“ Aber einen Spitzenplatz und eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde hat man in der westlippischen Gemeinde dann doch im Visier.
Quelle: Neue Westfälische NW
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